
Herkunft
Clip (engl. ausschneiden), art (engl. Kunst) Im deutschsprachigen Raum wird unter der Bezeichnung eine Grafik, meist Rastergrafik, verstanden, welche ohne störende/ablenkenden Hintergrundgestaltung für verschiedene Zwecke (dazu später mehr) genutzt werden kann. Mittlerweile gibt es diese Grafiken in unüberschaubarer Menge – kostenpflichtig in vielen Onlineshops zum Direktdownload oder bei Stockfoto Anbietern kostenfrei (Bei beiden Varianten gilt: Beachte die Lizenzbedingungen der Urheber*innen!). Vor dem Feldzug der Onlineshops und digitalen Kunst waren Cliparts Illustration aus Zeitschriften oder auch veröffentlichten Clipart-Büchern, welche ausgeschnitten werden konnten und anschließend in eigene Designs eingebunden werden konnten.

Nutzen
Im Allgemeinen können digitalisierte Cliparts für die Gestaltung aller möglichen Drucksachen, wie Flyer, in Zeitungen, Programmheften oder im Digitalen für Homepages, Präsentationen und im Social Media eingesetzt werden. Vor allem Letzteres integriert Cliparts bereits fest in ihre Apps und bietet den NutzerInnen eine große Auswahl zur Verwendung in Posts, Reels und Stories an. Eine Steigerung der klassischen Cliparts sind dann die beliebten Giffs – kleine animierte Grafiken oder kurze Videoschnipsel.
Cliparts in der Schule
Die Nutzung von Cliparts muss aber nicht zwingend ausschließlich eine kreative, unterhaltende Rolle spielen. Besonders in bildungsnahen Bereichen, wie in Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen, kann der Einsatz von Cliparts auf Arbeits-/Lernmaterialien Lernprozesse unterstützen.
So lassen sich Cliparts als kreative Visualisierung einsetzen und bieten damit eine Lernstrategie, welche das oft textlastige Fachwissen für Lernende greifbarer macht. Zwar ist die Annahme aus der Lernforschung, dass es verschiedene Lerntypen gibt überholt (vgl. Henning Beck, Neurowissenschaftler), eine diverse Lernumgebung, die nicht immer nur einzelne Wege geht, sei es kognitiv, auditiv, haptisch oder eben visuell, scheint aber wünschenswert.
Die Eigenschaften von Cliparts bringen dabei noch einen weiteren Nutzen für den Bildungsbereich mit sich – sie sind individuell einsetzbar und können immer wieder an die nötigen Anforderungen angepasst werden. Wie das aussehen kann?
Einsatzmöglichkeiten – Anwendungsbeispiele
Die offensichtlichen Einsatzmöglichkeiten wie die Platzierung auf Arbeitsblättern, in klassischen Präsentationsfolien, oder wie in vielen Schulen immer noch im Einsatz – als Overheadfolie, bei entsprechender Aussattung auf Smartboards, lassen sich ergänzen durch:
- Tafelmaterial wie Magnete oder als große fertige Abbildungen zum Anbringen
- selbst erstellte oder durch die Lernende erstellte Poster/Plakate
- Bildkarten als Unterstüzung im Sprachunterricht, zum Storytelling oder zur visuellen Unterstützung des Stundenverlaufes
- zum Erstellen von Vokabelkarten
- zerschnitten als Puzzle

In kommenden Beiträgen werde ich euch Anleitungen für die Einsatzmöglichkeiten zur Verfügung stellen.
Habt ihr noch weitere Ideen? Lasst es mich gern wissen und schreibt mir einen Kommentar unter den Beitrag.
Eure Mercedes
